Primarschule Uster
Bereits zum zehnten Mal fand vor den Sommerferien der Schreibwettbewerb der Begabtenförderung statt. Die besten Texte finden Sie in diesem Artikel.
Die Jury hat von jeder Klassenstufe einen Sieger oder eine Siegerin erkoren. An dieser Stelle zeigen wir die schönsten Aufsätze und wünschen gutes Eintauchen in Texte voller Fantasie. Das Thema des Wettbewerbs, der zum Ende des Schuljahres 2024/25 stattfand, lautete «Wenn Tiere sprechen könnten». Die passenden Begriffe zu diesen Würfeln mussten in den Text integriert werden:
In Maleas Text geht es um die Begegnung zwischen einem Waschbärmädchen und einem Bären.
Eines Tages lief ein kleines Waschbärmädchen durch den Wald. Es war tiefe Nacht. Dann kam sie an einen See. Sie sah plötzlich ein Segelboot. Sie segelte, bis sie auf eine Insel kam. Sie hatte Hunger. Sie lief in den Wald. Da fand sie zwei Pilze. Sie nahm sie mit. Sie ging, bis sie zu einem Haus kam. Sie klopfte an der Tür. Ein Bär machte auf. Der Bär sagte: «Hallo!»«Ich wollte fragen, ob ich etwas zu essen bekomme?», antwortete das Mädchen. Der Bär meinte: «Komm herein. Es gibt Kuchen.» Es war sehr lecker. Danach fragte der Bär: «Willst du bei mir schlafen? Das Bett ist sehr gemütlich.»
Nur wenige Zeilen hat Mathis gebraucht, um eine lustige Kurzgeschichte zu formulieren. In seinem Text macht er Faultiere zu Kundschaft im Möbelkaufhaus und lässt einen Dachs zum Dieb werden.
Wenn Tiere sprechen könnten, würde ein Faultier in ein Möbelkaufhaus gehen und sagen: «Bitte ein Bett, denn die ganze Zeit an einem Ast zu hängen, ist auf Dauer sehr anstrengend». Oder ein Dachs würde in der Nacht im Supermarkt Kuchen und Pilze klauen und sagen: «Adiö!» mit ö. Und würde mit dem Boot die Flucht ergreifen.
Ist das der diebische Dachs aus Mathis' Kurzgeschichte? (Bild mit KI generiert)
Fabio ist eine wahre Leseratte. Er beschreibt in seinem kurzen Text ein Problem, das wohl viele gerne lösen würden: das Problem der mündlichen Kommunikation zwischen Tier und Mensch.
Der Igel Ben wachte spät am Morgen auf. Er ging durch den Wald. Alles war nass. Der Boden war ganz weich und fast wie Creme. Ben ging zur Strasse. Fast hätte ihn ein Auto überfahren. Der Fahrer stieg schnell aus. Ben wollte ihm sagen, das nächste Mal besser aufzupassen. Aber der Fahrer verstand nur ein Quieken. Zuhause im Bett dachte Ben darüber nach, wie schön es wäre, wenn Tiere mit Menschen sprechen könnten. Dann wäre das Leben viel einfacher.
Wie schön es doch wäre, wenn wir uns mit einem Igel unterhalten könnten! (Bild mit KI generiert)
Aurelia liebt es, ihre Gedanken zu Papier zu bringen und in Geschichten einzutauchen. Vor dem eigentlichen Schreiben helfen ihr Mindmaps, ihre Gedanken zu sortieren.
In einer klaren Sommernacht wurde ich plötzlich unsanft aufgeweckt. Irgendetwas kitzelte auf meinem Bauch. Ich schlug die Augen auf. Gerade hatte ich noch von Segelbooten auf hoher See geträumt und jetzt versuchte ein Eichhörnchen einen Kuchenbrösel unter der Decke zu verstecken. «Du dummes Ding!», fluchte das Eichhörnchen. Ich war hellwach. «Seit wann können Tiere sprechen?», fragte ich das Eichhörnchen. «Warum sollten wir es nicht können?», fragte das Eichhörnchen zurück. «Aber wieso versteckst du einen Kuchenbrösel? Pilze oder Nüsse wären sinnvoller!», meinte ich verwirrt. «Davon hatte es keine mehr!», antwortete es. «Und jetzt schlaf weiter! Es ist viel zu spät, um zu quatschen!», meinte es und flitzte davon.
Alexandra sagt zum Schreiben und zu ihrem Text: «Ich schreibe gern, weil ich dann in eine andere Welt eintauchen kann. Schon fast am Ende des Textes merkte ich, dass ich einige Wörter noch nicht eingebaut hatte. Dann musste ich noch schnell alles Notwendige in den Text integrieren. Das war die grösste Herausforderung.»
Die Sonne drang sanft durch die Vorhänge von Minnas Zimmer. Ihr sandfarbener Kater lag zusammengerollt auf dem Fenstersims. Minna selbst hatte sich in ihrem Bett verkrochen. Ihr war unglaublich langweilig. Anscheinend merkte das ihr Kater Clueso, den sie nach ihrem Lieblingssänger benannt hatte. Minna war ein grosser Fan von Astronomie, doch am helllichten Tag konnte man den Sternhimmel leider nicht beobachten. Sie blickte zu Clueso, der nun wie ein Sahneklecks auf einer Torte aussah. Ganz plötzlich bekam Minna Lust auf eine köstliche Sahnetorte. Sie tapste mit nackten Füssen in die Küche und durchsuchte den Kühlschrank nach etwas Leckerem. Leider fand sie nichts ausser trockenem Brot. War ja klar, Papa hatte mal wieder vergessen einzukaufen. Minna sehnte sich nach Abenteuer. «Das Leben ist zu kurz, um zuhause zu verplempern!», dachte sich Minna. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Segeltour durch die Welt? Minna kehrte in ihr Zimmer zurück, indem Clueso nun aufrecht wie ein Pilz dasass. Er schaute zu ihr hinüber und leckte sich geistesabwesend die Vorderpfoten. «Wenn Tiere nur sprechen könnten!», seufzte Minna.
Minna träumt von einer Segeltour durch die Welt ... (Bild mit KI generiert)
Sofie lässt die Katze Mimi in Traumwelten unter Wasser eintauchen.
Es lebte eine kleine Katze, die Mimi hiess. Sie hatte einen Mitbewohner, Leckerli, der war ein Mensch. Mimi träumte davon die Sterne zu sehen, aber sie durfte nie rausgehen. Doch einmal war Leckerli auf der Arbeit und sie konnte fliehen. Sie hatte einen Plan, dass sie auf einem Segelboot weit wegfährt. Tatsächlich schaffte sie es auf ein Segelboot zu kommen. Plötzlich kam ein starker Windstoss, Mimi plumpste ins Wasser. Unter Wasser sah sie einen riesigen Pilzkuchen und viele Fische. Alle haben gesprochen, sogar der Pilzkuchen. Plötzlich schwamm ein Hai auf sie zu und wollte sie fressen. Genau in dem Moment wachte sie auf. Sie lag in ihrem Bett und hat dann Leckerli gesehen. Er fragte sie, was sie geträumt habe. Mimi sagte nur: «Miau!» und stolzierte weg. Leckerli kratzte sich am Kopf und dachte: «Wenn Tiere nur sprechen könnten!»