Primarschule Uster
Seit dem laufenden Schuljahr unternimmt die Primarschule Uster mit verschiedenen Aktionen im Bereich digitale Medien wichtige Schritte. Hier erfahren Sie mehr.
Immer häufiger berichten Eltern von Unsicherheiten im Umgang mit digitalen Medien: Etwa, dass ihre Kinder wegen des pausenlos laufenden Klassenchats schlecht schlafen oder generell zu viel Zeit vor dem Bildschirm verbringen. Viele Eltern fühlen sich in der Medienerziehung allein gelassen. Die Stadt, die Primarschule Uster, Elternräte sowie Fachpersonen nehmen dieses Thema ernst: Mit einem gemeinsamen Vorgehen wollen sie Familien stärken und Kinder altersgerecht in der Mediennutzung begleiten. Dies geschieht seit diesem Schuljahr auf drei Ebenen.
Immer mehr Eltern möchten ihr Kind möglichst lange ohne eigenes Smartphone oder eigene Smartwatch aufwachsen lassen. Oft fehlt jedoch die Gemeinschaft. Deshalb stellen die Elternräte der Primarschule Uster eine freiwillige Erklärung zur Verfügung: Eltern erklären sich damit bereit, ihrem Kind bis zum Ende der 6. Klasse kein eigenes internetfähiges Gerät zu geben. Das entlastet Eltern und schafft gemeinsam getragene Regeln. Dazu organisieren die Elternräte am 29. und 31. Oktober sowie am 3. November Informationsabende.
Die Elternräte und die Kinderärztin Dr. Katharina Müller-Weber zeigen, warum es so wichtig ist, dass die Kinder Smartphone-frei aufwachsen dürfen. Wir diskutieren über die freiwillige Erklärung. Du kannst Fragen stellen.
Jeweils 19.00 bis 20.30 Uhr im Stadthaus West, Oberlandstrasse 82 (1. Stock, Zimmer 105)
Mit der überkommunalen Aktion «Go Offline!» zeigt die Stadt Uster zusammen mit acht weiteren Gemeinden aus dem Bezirk Uster, wie kleine Kinder mit viel Raum für Spiel, Sprache und Beziehung aufwachsen können – und das bis zum 4. Lebensjahr ohne Bildschirm. Alltagstipps, Empfehlungen zur Medienerziehung und lokale Angebote bieten Eltern praktische Unterstützung. Die Inhalte sind auf der Webseite go-offline-4.ch abrufbar. Patricia Bernet, Primarschulpräsidentin und Mitinitiantin der Aktion, freut sich über positive Feedbacks aus dem Austausch mit der Bevölkerung: «Viele Eltern schätzen es enorm, dass wir sie mit der Aktion unterstützen. Viele fühlen sich dadurch sensibilisert und handlungsfähig. So kommen wir gemeinsam voran.»
Patricia Bernet (Präsidentin der Primarschule) und Andrea Faeh (Leitung Kindheit, Jugend und Inklusion Stadt Uster) freuen sich über einen gelungenen Start der Gemeinschaftsaktion.
Seit August 2025 gilt an allen Schulhäusern der Primarschule Uster eine einheitliche Regelung: Private digitale Geräte wie Smartphones, Smartwatches oder Tablets dürfen während der Schulzeit nicht sichtbar getragen oder genutzt werden. Die Regel stärkt die Konzentration, fördert das Miteinander und sorgt für Klarheit.
Digitale Bildung beginnt zu Hause und gelingt, wenn Schule, Stadt, Eltern und Fachpersonen an einem Strang ziehen.